Systemisch-lösungsorientierte Supervision

Was ist darunter zu verstehen? In der systemisch-lösungsorientierten Supervision haben weder langwierige Ursachenforschungen noch intensive Problemanalysen Platz. Der gemeinsame Blick in der Beratung geht nach vorn, hin zu Möglichkeiten und neuen Perspektiven. Dabei wird das komplexe Gefüge von Beziehungen, festgeschriebenen wie auch gelebten Regeln, Kommunikationsstrukturen, Hierarchien, persönlichen Werten und fachlichen Haltungen berücksichtigt.

Beziehungen (kollegiale Beziehungen, Beziehungen zu Klienten, Kooperationspartnern, usw.) werden in systemischer Supervision insbesondere unter dem Aspekt der unterschiedlichsten Arten verbaler und nonverbaler Kommunikation und deren Auswirkungen betrachtet.

Unsere Kommunikation folgt Regeln und Mustern. Diese zu erkennen, gegebenenfalls zu ändern, also Kommunikation bewusst einzusetzen, ist immer wieder Thema in der Supervision und ein wichtiger Faktor der Professionalisierung.

Der systemisch-konstruktivistische Ansatz begreift „Realität“ als individuelles, ja als ureigenes Konstrukt, welches zunächst nur für uns selbst „stimmt“. Unserem Gegenüber sollten wir also seine eigene Realität zugestehen.

Kommunikation hat immer die Aufgabe, die jeweils individuellen Realitätskonstruktionen darzulegen und sie miteinander abzugleichen. Sich dessen bewusst zu sein, ist beispielsweise immer dann hilfreich, wenn es darum geht, zu verstehen, verstanden zu werden und Situationen zu klären.

Ziele